Frau sein

Dufterinnerungen und englische Seifen

Bei unserem WollmeisenMädelsTreff habe ich Gerti kennenlernen dürfen, die dann auch mein Schlafgast war. Gerti fertigt unter anderem Seifen. Ich hatte schon von ihr gelesen und auch ihre Webseite besucht. Das Thema Seife beschäftigt mich nämlich schon etwas länger. Wir werden ja nicht jünger und meine Haut reagiert neuerdings arg beleidigt, wenn ich ihr nicht ausreichend Feuchtigkeit zukommen lasse. Stand der Wissenschaft mit der ich gereift bin, war eigentlich der, dass Seife nicht gut ist für die Haut und die zu der Zeit aufgekommenen Waschsyndets das Nonplusultra sind. Schlagwort: Säureschutzmantel! Von Neurodermitis bei Kindern habe ich das erste Mal gehört, als ich für meine Ausbildung ein Krankenpflegepraktikum machen musste und dies in der Hautklinik auf einer Kinder/Frauen- Station gemacht habe. Seitdem hat mich das Thema Haut nicht mehr so ganz losgelassen.

Später dann hatte ich eine Kollegin, die den „neumodischen Kram“ mit den Seifenspendern für flüssige Syndets blöd fand und sich weiterhin „ihre“ Seife aus London hat mitbringen lassen. Crabtree and Evelyn!
Die Assoziation ist mir nie mehr aus dem Sinn gekommen, selbst zwanzig Jahre später, als sich unsere Wege schon längst getrennt hatten. Vor drei Jahren in London bin ich an dem Geschäft vorbeigefahren. Leider erst auf der Rückfahrt zum Flughafen, ansonsten wäre ich da sofort reingesprungen.
Nicht so schlimm, denn der Handel mit Großbritannien ist ja mittlerweile (oder soll ich schreiben „noch“?) problemlos. Ich würde schon noch zu meiner Seife kommen, denn das Begehren alte Dufterinnerungen aufleben zu lassen, war mit dem Moment schlagartig geweckt. Online, sogar mit Niederlassungen in Deutschland, kein Problem. Meine erste Bestellung beinhaltete zwar noch keine Seife als Seifenstück, denn ich war ja ein Kind der Flüssigseife. 😉 Crabtree und Evelyn hat seitdem noch das Repertoire erweitert.

Ein Klassiker von Crabtree ist zB deren Gardener- Serie mit der bewährten Handcreme. In meinem Beruf brauche ich eine Handcreme, die nicht schmiert und schnell einzieht. Damit habe ich endlich eine gefunden, die ich uneingeschränkt nutzen kann! Was nützt mir eine Creme, die nur auf dem Schreibtisch steht, bis sie mit der Zeit ranzig wird, weil ich sie nicht leiden mag und vor allen Dingen überall Fettfinger hinterlässt oder mir gar Dinge aus der Hand rutschen lässt. Kann im Labor recht unangenehm sein.

Seifen-2

 

Zurück zur Seife. Mittlerweile bin ich nämlich nicht mehr so überzeugt, dass diese Syndets wirklich so hautschonend sind, wie uns die Kosmetik- bzw. Pharmaindustrie suggeriert. Ich recherchiere ja so gern; nun also Seifen.

Seifen fest gegen flüssig. Das spricht mir aus der Seele. So sehe ich das mittlerweile auch! Und Gerti mochte mir ebenso beipflichten. Ich zitiere mal den für mich wichtigsten Punkt:

  • Feste Seife ist besser für die Haut. Entgegen der Meinung, Seifen seien zu basisch für die menschliche Haut, neutralisiert sich der basische pH-Wert unter der Dusche durch das viele Wasser sehr schnell und ist daher keineswegs zu hoch oder aggressiv – ganz im Gegenteil. Feste Seifen sind besonders rückfettend und mild zur Haut. Nur weil sich Flüssigseifen ölig anfühlen, müssen diese hingegen noch lange nicht rückfettend sein. Doch nicht immer findet sich hier ein eindeutiger Hinweis auf der Verpackung. Bei fester Seife hingegen hat man die Sicherheit, immer eine rückfettende Seife zu bekommen. Zumindest ist das bei Naturseifen und bei selbstgemachten Seifen so.

Eine weitere Seite, die sich mit Umweltthemen beschäftigt, schreibt ähnlich: Hundertsands „Seife und ihre Auswirkung auf die Umwelt“
Es lohnt, sich auch dort die Links anzusehen.

Focus online beschreibt die Gegenargumente: Tummelplatz von Bakterien. Seife ist demnach eine Keimschleuder. Da der Artikel eh recht reißerisch gehalten, mag ich dem keine weitere Beachtung schenken. Der zitierte Artikel ist von 1984, also der „Hoch“zeit der Flüssigseife! Bei PubMed finde ich neben dem zitierten Artikel auf gleicher Seite einen Link zu einem anderen Artikel, der das in Frage stellt:

Epidemiol Infect. Heinze JE1, Yackovich F.1988 Aug;101(1):135-42. Washing with contaminated bar soap is unlikely to transfer bacteria.

Sinnigerweise sind auch die Flüssigspender in den Focus gerutscht, als Bakterienschleuder zu fungieren. Klar, denn die werden ja ebenso von jedwedem angefasst.

Appl Environ Microbiol. 2011 May;77(9):2898-904. doi: 10.1128/AEM.02632-10. Epub 2011 Mar 18. Bacterial hand contamination and transfer after use of contaminated bulk-soap-refillable dispensers. Zapka CA1, Campbell EJ, Maxwell SL, Gerba CP, Dolan MJ, Arbogast JW, Macinga DR.

Sollte wer Interesse haben: Die Artikel habe ich als PDF vorliegen. Ich habe dann auch nicht weiter recherchiert, denn man kommt dabei schnell vom Hundertstel ins Tausendstel…

Für mich war klar; ich möchte wieder Seifenstücke haben! Allerdings bleibe ich meinen Crabtree- Düften treu, wofür Gerti auch vollstes Verständnis hatte. Stattdessen habe ich von ihr Fußbadsalz- Stücke (s. oberes Foto, links) bekommen. Nochmals herzlichen Dank dafür!

Seifen-1

 

 

Madame Digitessa, die eingebildete Socke

Anleitung: La Digitessa von Yarnissima

Garn: Wollmeise Twin in „Zimtapfel“

Nadelstärke:  2.00 mm 

  • 3 Mustersätze bis zum Beginn des Spickels
  • 5 x 2 Maschenzunahmen für den Schaft in Runde 26, 36, 46, 56 und 58, ins Muster am Übergang vom Rippenmuster zum Diagonalstreifen eingepasst
  • einfach abgekettet (in der Anleitung wird mit doppeltem Faden abgekettet)
Madame Digitessa-1

Madame Digitessa

 

 

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Der lila Hut

Eine schöne Geschichte, die schon seit geraumer Zeit durchs Internet geistert:

 

Der lila Hut.
Eine Frau schaut in den Spiegel:
3 Jahre alt*
sie schaut sich an und sieht eine Königin
8 Jahre alt
Sie schaut sich an und sieht Aschenbrödel oder Dornröschen
15 Jahre alt
Sie schaut sich an, sieht Aschenbrödel, Dornröschen, eine « Cheerleader », eine Schauspielerin, oder, wenn es einer ihrer schlechten Tage ist, sieht sich dick, hässlich, voller Pickel und sagt « Mama, so kann ich nicht in die Schule gehen
20 Jahre alt
Sie schaut sich im Spiegel an und sieht sich zu dick/zu dünn, zu klein/zu gross, mit zu gradem/zu krausem Haar aber beschliesst, trotzdem los zu gehen!
30 Jahre alt
Sie schaut sich im Spiegel an und sieht sich zu dick/zu dünn, zu klein/zu gross, mit zu gradem/zu krausem Haar aber beschliesst, dass sie keine Zeit hat, es zu richten und sie geht trotzdem los!
40 Jahre alt
Sie schaut sich im Spiegel an und sieht sich zu dick/zu dünn, zu klein/zu gross, mit zu gradem/zu krausem Haar aber sagt sich, dass sie mindestens sauber ist und geht trotzdem los!
50 Jahre alt
Sie schaut in den Spiegel und denkt « Das bin ich! », lächelt und geht dahin wo sie will
Mit 60
Sie sieht sich im Spiegel an, denkt daran, dass manche gar nicht mehr in den Spiegel schauen können, lächelt und zieht los um die Welt zu erobern!
Mit 70
Sie sieht sich im Spiegel und sieht Erfahrung, Gewandtheit, sie lächelt und zieht los um das Leben zu geniessen!
Mit 80
Sie schaut gar nicht mehr in den Spiegel, setzt ihren kleinen lila Hut auf und zieht los, nur um die Freude zu haben, die Welt zu sehen!*
Vielleicht sollten wir alle jenen lila Hut schon viel früher aufsetzen!?

Quelle: unbekannt

 

 

Zäh wie UHU

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Dass der Überlack „Essie to go“ schnell zu dickflüssig wird, sprich zäh wie UHU- flinke Flasche, habe ich schon öfter lesen müssen. Nun ist es mir selber auch passiert.

Heute ist ein guter Nagellack- Tag, wo ich eine ruhige Hand habe und kaum daneben pinsele, und dann so etwas:

Den „Essie to go“ drüber streichen wollend, ist der nun zu dickflüssig und macht der Streifen und Hügel! Welch Ärger! Lack vom großen Zeh wieder runter und neu lackiert.

P2- Lackverdünner, wie in einigen Blogs empfohlen, habe ich nicht.

In Chemie und Laborarbeit beruflich schaffend, habe ich deshalb gleich auf die Inhaltsstoffe des Lackverdünners geschaut:

ETHYL ACETATE, BUTYL ACETATE, ISOPROPYL ALCOHOL

Mehr nicht? Gnaz gebräuchliche Lösungsmittel, in jedem Nagellack und Nagellackentferner enthalten.

Ein bisschen Ethylacetat und Isopropylalkohol habe ich immer daheim, denn damit lässt sich z. B. wunderbar hartnäckiger Kleber von Preisetiketten entfernen. Isopropylalkohol (= Isopropanol) ist übrigens auch in jedem Fensterreiniger, den Profis verwenden, enthalten.

Meine Lösung für’s Problem:

  1.  Ethylacetat und Isopropylalkohol im Verhältnis 50:50 mischen
  2.  die Flüssigkeit in eine Einmalspritze aufziehen
  3. ca. 2,5  bis 3 ml in den Lack eintropfen lassen
  4. gut schütteln und die entstanden Luftblasen wieder absetzen lassen
  5. fertig ist ein wieder brauchbarer „Essie to go“

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Steinreich

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Heute habe ich wieder schöne Post bekommen!

Mein großer Stein,

ein Schweizer Kiesel

hat einen kleinen Bruder bekommen.

Schwäbischen Bachkiesel sowie Lourdes- Wasser in Pulverform und Schweizer Granitwürfel wird eine heilende Wirkung zugesprochen. Dies ein geheimer Tipp Running- Gag aus Läuferkreisen der Runnersworld- Forengruppen „aus dem Wilden Süden“ sowie den Radiergummis.

Als ich den ersten Stein geschenkt bekommen habe, habe ich sofort an diesen sich über Jahre haltenden Gag denken müssen. Jedoch für um den Hals tragen, hätte da ein Loch reingemusst sowie ein Gutschein für die dann fälligen wöchentlichen Rückenmassagen hätte anbei gehört. Da das beides nicht möglich ist, habe ich nun den Zweitstein in Pocketgröße bekommen.

  Danke schön!

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Kochen, Kürbis und der König

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  • 500g Hokkaido- Kürbis (netto Fruchtfleisch)
  • 1 Zwiebel
  • 40g frischen Ingwer
  • 2 EL Öl
  • 650ml Gemüsebrühe
  • 200g frische Cranberries
  • 30g Zucker
  • Saft von einer Orange
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 100g Schlagsahne (ich nehme Sojasahne)
  • brauner Zucker, Salz und Pfeffer zum Abschmecken (ich nehme die Herbaria- Gewürzmischung „Kürbiskönig“)
  1. Kürbis würfeln, Zwiebel pellen und würfeln, Ingwer schälen und würfeln.
  2. Öl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebel und Ingwer darin andünsten. Kürbis zugeben und kurz andrünsten. Brühe angießen und zugedeckt 20min köcheln lassen.
  3. Cranberries verlesen, dann mit Zucker und Orangensaft 5min kochen. Frühlingszwiebeln putzen, abspülen und fein schneiden.
  4. Suppe fein pürieren. Sahne angießen, Cranberries zugeben und 5min leise köcheln lassen. Mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. Frühlingszwiebeln in die Suppe geben, 5min erhitzen, nicht mehr kochen lassen.

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Heute schon gelebt?

Ich habe eine körperliche Baustelle entdeckt:

B e c k e n b o d e n !

Zwanzig Jahre habe ich mich in Sicherheit gewähnt, dass diesbezüglich bei mir alles, zumindest alters- und situationsgerecht fit ist.

Mitnichten; ich bin nun doch etwas schockiert!

Irgendwie so beginnt es wohl bei jeder Frau. Da ich mittlerweile eine recht offene Einstellung zu diesem Thema, und allem, was drumherum damit in Zusammenhang steht, gewonnen habe und zudem gerne meine Gedanken aufschreibe, erzähle ich einfach mal meine Geschichte.

Die ist zwar recht lang und vieles wird bestimmt erst richtig deutlich, wenn frau sich selbst auch mit dem Thema befasst, trotzdem: Einfach lesen. Das Bewusstsein, aktiv etwas verändern zu wollen und es auch schaffen zu können, ist bestimmt geweckt. Sonst hättest Du wahrscheinlich ja gar nicht diese Seite entdeckt.

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Schon immer sportlich orientiert, habe ich vor Jahren damit begonnen mich mit Yoga, Feldenkrais, Pilates etc. zu beschäftigen.

Klar, irgendwann stolpert frau dabei über das wichtige Thema Beckenboden. Ist das doch die Zentraleinheit, wo jede Muskelschlinge ihre wichtige starke Mitte hat. Frau Cantieni beschreibt es in ihrem Buch sehr schön: „Ohne die Evolutionsentwicklung dieser Struktur hätte der Mensch nie aufrecht gehen können.“

Nun muss ich dazu erwähnen, dass ich bis Geburt unseres Zweiten aktive Reiterin mit eigenem Pferd gewesen bin, folglich „damals“ gesegnet mit einem aktiven Beckenboden. Für die erste Geburt war gerade das aber nicht förderlich. Durch Komplikationen musste am Ende alles recht fix gehen und unter derart Stress war denn einiges dieser herrlich trainierten Muskelstruktur plus Nerven- und Blutversorgung zerrissen, was in einer gleich drauffolgenden OP versorgt wurde. War nicht schön, aber abgehakt. Nach Mutterschutz wieder rauf aufs Pferd- alles paletti.

Kurz vor der Geburt von Junior II habe ich meinen vierbeinigen Rückbildungstrainer abgeben müssen. Junior II, Modell größer/schwerer, aber Mutter sehr viel klüger als beim ersten Mal, fand dank der passgenauen Maßarbeit einer versierten, von mir vorweg ausgewählten freiberuflichen Hebamme (selber Reiterin) den Weg ins Leben.
Wie super fachlich kompetent die Frau und menschlich herausragend gehandelt hat, ist mir jetzt erst im Nachhinein richtig bewusst geworden.

Rückbildungsgymnastik! Brav gemacht, aber da schon wahrscheinlich??? gar nicht gespürt, dass etwas nicht so ist wie es sein sollte. Was nie richtig gefühlt wurde, wird ja nicht vermisst!

Auch in meinen späteren Hausfrauen- Sportkursen (über Aerobic, Callanetics, Rückenschule bis zum Yoga) gab es nie etwas, was mich hätte stutzig werden lassen müssen, da in solchen Kursen der Trainer nicht ins Detail korrigieren und vor allen Dingen nicht in Dich hineinfühlen kann. Das war wohl oft geschummelt geturnt! Mittlerweile weiß ich um mein Problem, dass sich die glatte (Organ-)Muskulatur durch die Geburtsverletzung über das vegetative Nervensystem gar nicht anregen ließ. Beim Frauen- TÜV war soweit immer alles ok, bis auf eine durch die Geburten bedingte Verlagerung der Gebärmutter.

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Erste Ahnungen, dass da etwas nicht stimmt, gab es, als ich erneut Zugang zum Yoga fand. Irgendwie fühlte sich das bei der Atmung nicht so nach wie von der Lehrerin und in Büchern beschrieben. Dies geschah in einer Phase, in der sich mein Körperbewusstsein auch sonst intensivierte, ich überhaupt erst meinen Körper genauer erspürte. Als Bücherratte fiel mir kurz darauf das derzeit gerade in Erstauflage erschienene Buch „Tigerfeeling“ in die Hände. Eigentlich sehr interessant, jedoch fand ich mich in die Sprache von Frau Cantieni zur Erklärung der Ausübung nicht so recht rein. -Übrigens: Genauso erging es mir mit Ihrem Buch „Lauf los- aber richtig“.- Ok, dann nicht! In Sachen „richtig Sport“ war ich zu der Zeit sowieso durch berufliche Veränderungen und damit verbundendem Stress im tiefen Jammertal. Eine längere Arbeitslosigkeit sowie die Verarbeitung einer „Mobbing- Erfahrung“ machten das nicht leichter.

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Mit der Körper- Erfahrung, die im vergangenen Jahr durch mehr Sport und anderem Bewusstsein gewachsen ist, wuchs jetzt meine Skepsis, ob mein „Tigerfeeling“ überhaupt noch vorhanden ist. Und wenn nicht, ob sich der Tiger noch wecken lässt? Durch Zuwachs in meinem Bücherschrank zum Thema Yoga und Pilates und der dort erklärten jeweils zu praktizierenden Atmung spürte ich nämlich erneut nicht das, was dort beschrieben ist. Da, wo, wie dort beschrieben, Muskeln sein sollen, spüre ich nämlich nichts Aktives-… Nothing. Beim Pilates wird sogar ständig aktiv mit der zu haltenden Beckenbodenmuskulatur, dem Tigerfeeling „Powerhouse“  gearbeitet. Ich entdeckte durch mein noch besser geschultes Körpergefühl ziemlich schnell, dass ich das so gar nicht umsetzen kann. Auch die bisherigen Ideen von meinem Physiotherapeuten, wie ich bei Muskelaktivierungs- und Dehnübungen die Atmung fließen lassen kann, kann ich zwar umsetzen, aber in Richtung Beckenboden dabei etwas spüren? Wieder nichts.

Auch unter dem nun wieder aufgenommenen wettkampforientierten Marathontraining hatte ich zum Ende langer Läufe Probleme mit der gesamten Bauchspannung. Beim Bergabgespringe wird es mir irgendwie unbehaglich, letztendlich endet das öfter mal in Seitenstechen, Bergabgehen und dem Gefühl, dass mir meine Organe herausfallen wollen . Ich weiß, das ist Jammerei auf hohem Niveau, denn viele Frauen in meinem Alter (Ü 45/U 50) machen nicht annähernd so viel Sport wie ich.

Simone schreibt mir später übrigens dazu:

Die Geschichte, die Du dort aufzeigst wird täglich tausendfach erlebt. Geburten können – wenn sie in gängiger Weise praktiziert werden – traumatisch sein. Die meisten Frauen fühlen sich dann schuldig, weil sie unglücklich sind obwohl ihnen jeder sagt, sie müssen sich freuen. Ich kann mir vorstellen, dass allein ein Artikel darüber anderen Frauen helfen kann. Es ist ein Tabu über „Geburtsschäden“ zu reden. Einige Frauen berichten mir, dass sie nicht einmal mit dem Gyn darüber reden können. Bei vielen Gyns frage ich mich, wie sie zu dem Beruf gekommen sind, wenn sie so verklemmt sind?!
Das Fatale ist, dass sich dann Frauen regelrecht emotional „ausknipsen“ und viele es nicht schaffen, sich selbst wieder wahrzunehmen. Ich habe darüber mit einer Hebamme geredet, die Realität ist erschreckend. Einmal derart abgeschaltet ist es gar nicht ungewöhnlich, dass Frauen Probleme durch einen verkümmerten Beckenboden nicht wahrnehmen können. So gesehen hast Du Glück, solch ein Kämpfer zu sein. Du hast das Problem erkannt und die Kurve gekriegt. Darauf kannst Du unglaublich stolz sein. Ist Dir das selbst bewusst? Ich hoffe!

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Bei fortgeschrittenerem Tun und dem verbesserten Körpergefühl liegt meine Fokus auf die Aufrichtung, Rumpfstabilisation, das Finden der Mitte (mental wie auch körperlich sehr wichtig und in einem direkten Zusammenhang stehend).

Erste, wichtigste drauffolgende Tat: Termin bei einer neuer Frauenärztin! Wechseln wollte ich schon seit einiger Zeit, da sich die bisher besuchte Praxis zu sehr auf Wirtschaftlichkeit und Erhaschen von IGEL- Leistungen fixiert hat. Nur die träge Gewohnheit hat mich gehalten, geärgert habe ich mich jedoch alle halbe Jahre.

Andere Übungen zur Aktivierung des Beckenbodens? … Eigentlich doch im Kern alles identisch mit dem, was ich eh seit einiger Zeit wieder brav regelmäßig tue. Aber wo etwas anspannen/entspannen, was sich nicht erspüren lässt bzw. wo sich die starken, überlagernden Muskeln vordrängeln und die äußerliche Arbeit tun?

Beckenbodentrainer!

Nicht lachen! Voller Ernst! In Zeiten des Internet besteht ja die phantastische Möglichkeit, sich ohne öffentlichen Rotwerdens erst einmal zu informieren, bevor frau den nächsten, aktiven Schritt tut, nämlich das Problem im realen Leben anzugehen.

Off topic zum verschämten Internetnutzen: Ich sag’ nur: Shades of Grey als E-Book!

So informiert bin ich also mutig in meine Lieblings- Apotheke geschritten. Die Apothekerin dort ist eine wirklich nette Person, die mir schon manch guten Tipp in Sachen Naturheilkunde und und und und… gegeben hat. So also Bestätigung bekommen und Beute gemacht:

Drei verschiedene Möglichkeiten in unterschiedlichen Größen und Gewichten bzw. Formen mit dem nochmaligem Hinweis,

  • dass es nur unterstützend wirken kann/könnte.
  • damit unter Bewegung zu trainieren (gehen, bücken, Yoga etc., sogar auch Laufen ist möglich).
  • dass die erste Anlaufadresse Frauenarzt/ärztin ist.
  • dass ich damit aber schon mal weiß, was Tacheles ist.
  • dass das ein langer Weg ist.

Und das alles weiß ich nun sehr wohl!

Modell Nummer 1 (bestehend aus zwei fest verbundenen Kugeln) fand die Erdanziehung so klasse, dass es gleich so gar keine Lust hatte, mit mir zusammenzuarbeiten. Zu lang und viel zu schmal.

Modell Nummer 2 und 3 ließen sich zumindest für eine Weile bei sanfter Bewegung in der Vertikale halten.

Gar nicht so leicht, die geeignete Kugel zu finden.

Laufen, Hüpfen mit Tigerfeeling? Nummer 2 und 3 würden sofort der Nummer 1 folgen. Zum Lachen, wenn es nicht so bitter wäre.

Langer Weg? Kenne ich ja kaum anders.

Beruflich aus dem medizinischen Bereich, finde ich diese medizinischen und pharmazeutischen Wunderversprechen, besonders die solcher Ratgeber, die von der pharmazeutischen Industrie gesponsert werden, wirklich schlimm. Ich für mich konnte mir die Zusammenhänge schnell zusammenlesen und erklären, so dass ich recht entspannt an die Sache rangegangen bin. Andere Frauen kann das jedoch ganz schnell enttäuschen und frustrieren.

Nach meinen Erfahrungen und dem Feedback von Simone möchte ich zu den Modellen noch anmerken bzw. ihre Worte zitieren:

Fast alle Frauen haben Probleme, zwei Kugeln in sich zu halten. Dazu sind wir Frauen nämlich vaginal schlicht zu kurz gebaut. Mach Dir dazu bitte gar keine Gedanken 🙂

Es ist ganz normal, dass frau am Anfang des Trainings die Kugeln nicht lange halten kann. Stell Dir vor, Du fängst an, Liegestütze zu üben. Da schaffst Du auch nicht gleich 100 in Folge. Also lasse Dich auf keinen Fall frustrieren. Sei nett und geduldig zu Dir selbst. Mache es solange, wie Du die Kugel halten kannst. Nach einer Weile wirst Du feststellen, dass es immer länger und leichter klappt. Für einen spürbaren Erfolg muss frau 6-8 Wochen rechnen. Also nur Mut! Es wird sich lohnen!
Das Problem ist, dass die meisten Liebeskugel-Hersteller vollmundig wahre Wunder versprechen. Entsprechend hoch sind dann die Erwartungen der Damen (und häufig auch die der Partner). Da sich solche Erwartungen real gar nicht erfüllen lassen, landen die Kugeln bei vielen Damen dann ungenutzt in der Ecke. Ganz ehrlich, es braucht Zeit! Bei keiner Frau klappt es gleich nach ein oder zwei Wochen!

Ganz wichtig ist, nur zu trainieren, wenn Dir danach ist. So bleibt die Freude an der Kugel und dem Training erhalten. Es ist ganz normal, dass Du nicht jeden Tag Lust dazu hast, die habe ich selbst auch nicht täglich 🙂

Einige Fragen dazu konnte ich mir gut mit meinem Physiotherapeuten und einer befreundeten Heilpraktikern beantworten. Wissen tue ich viel um die Muskelketten von Achillessehne bis zum ersten Halswirbel mit dem Kraftzentrum in der stabilen Mitte. Nur wahrhaben, dass der Schwachpunkt bei mir wirklich im Beckenboden ist, das mochte ich bisher nicht.

Gerne möchte ich hier anmerken:

  • Ein Training lässt sich in Eigenregie sofort beginnen. Jeder Tag, den frau tatenlos verstreichen lässt, ist, bis weitere Unterstützung und sichere ärztliche Abklärung erfolgt, ein verschenkter Tag!
  • Kleine Erfolge machen sich doch wider Erwarten recht schnell bemerkbar (die von Simone erwähnten 6-8 Wochen sind da recht realistisch)
  • Als eine mögliche Erklärung neben Bindegewebsschwäche ist auch das natürliche Absinken des Östrogenspiegels (Wechseljahre!) zu nennen. Dies bitte im Hinterkopf behalten, jedoch nicht als Ausrede eh nichts zu tun zu können benutzen!
  • Ausdauertyp oder Sprinttyp? Kugel tragen ist wie beim Sport. Im Laufsport gibt es die Schnellen, die dafür nicht gern lange laufen; die anderen sind die Ausdauernden, die jedoch keinen schnellen Antritt haben. Ich habe für mich, besonders gerade in der Anfangsphase, festgestellt, dass ich lieber eine leichtere Kugel über den ganzen Tag in jeder Bewegungsform trage, als eine schwere Kugel, die ich nur kurze Zeit halten kann. So haben mich gerade am Anfang die diversen Empfehlungen, wie und wie lange die Kugeln zu tragen sind, unsicher gemacht. Mittlerweile denke ich, dass da eine Bauchentscheidung wieder mal die richtige ist. Das war zwar ein bisschen schade, dass so die Kugel von feel feminin nicht gleich zum vollen Einsatz kam, ich möchte aber auch niemanden der Illusion überlassen, dass sich eine schwere Steinkugel so einfach halten lässt.
  • Als Trainingskugeln verwende ich zu der Kugel von feel feminin noch die leichteren Kugeln von Intimina mit einem Gewicht von jeweils 28, 38 und 48g. Manche Tage klappt es prima, manche Tage ist nach einer Viertelstunde schon Schluss. Das sehe ich jedoch je nach täglicher physiologischer und psychologischer Befindlichkeit als ganz natürlich an. Die Möglichkeit von Intimina zwei Kugeln aneinanderzubinden und mit den verschiedenen angebotenen Gewichten zu „spielen“ find ich super, funktioniert jedoch, wie schon von Simone erwähnt, nicht bei jeder Frau.

Und!

Das beste Beckenbodentraining ist Sex!

Wieviele Frauen wissen wirklich um Ihren „inneren“ Körper bzw. wollen die Zusammenhänge darum wahrhaben? Wie sich die Muskelarbeit „da unten“ anfühlt? Wie der Kopf und die Hormone dabei mitagieren?

Vaginaler Orgasmus? Orgasmus überhaupt?- Nothing.

Klitoris? Darf frau sich da etwa selbst anfassen? Es ist so, wie es sich liest; ich bin aus der Generation der „Pfui-Sexualerziehung“s- Geschädigten.
Da ich selbst in der Situation gewesen nicht „richtig“ gefühlt zu haben, mir aber klar war, dass ich etwas tun möchte um wieder aktiver zu sein, habe ich mir tatsächlich heimlich! einen Vibrator gekauft und für mich ganz allein dies alles „erfühlt“ und erforscht. Auf der einen Seite sehr ernüchternd und traurig machend, was ich mir die vielen Jahre zuvor regelrecht selber vorenthalten habe, auf der anderen Seite wunderschön.

Später dann schon etwas in meinem „neuen“ Selbstbewusstsein gefestigt (körperlich wie auch gedanklich), haben mein Mann und ich meine diese neugewonnen Erfahrungen in unsere Zweisamkeit eingefügt. Mein Mann musste sich ja auch an diese plötzlich neu aufgeblühte Frau an seiner Seite gewöhnen. Nach über zwanzig Jahren arbeitet die Frau nun plötzlich an einer Veränderung in Ihrer Persönlichkeit. Das bringt neben aufkommenden Argwohn sowie Eifersuchtsgedanken über einen eventuellen Liebhaber auch die Aufforderung mit sich, als Mann ebenso an sich zu arbeiten. Diese einen eventuellen gewissen Leistungsdruck hevorrufende emotionale Verpflichtung ist psychologisch betrachtet nicht ganz einfach. Das gelang mir nur durch behutsames Heranführen, teils mit indirekten liebevollen stillen Aufforderungen, teils mit mal nebenbei eingestreuten witzigen Bemerkungen. Mit dem aufpoliertem Selbstbewusstsein später sogar im direkten Gespräch.

Die Kugel von feel feminin ist nämlich ein Geschenk meines Mannes!
Rein optisch finde ich die Kugeln sehr edel und auf der Internetseite habe ich mich prompt in eine verguckt. Von Edelsteinen an sich fühle ich mich sowieso sehr angesprochen. Ich liebe die Kugel, obwohl ich sie noch nicht sehr lange halten kann und deshalb als Ansporn ansonst im Bad stehen habe.

Dieses Erleben eines neu zurückgewonnenen Muskelgefühls hat mich bestärkt, weiter daran zu arbeiten und in Gelegenheiten zu persönlichem Austausch auch darüber zu sprechen bzw. zu schreiben. Meine  Berichte zu den gesammelten Erfahrungen zu meinen Käufen haben schon einige meiner Bekannten erheitern können.

***

In meinem ersten Entwurf wollte ich den Bericht eigentlich hier enden lassen.

Der nette Kontakt mit Simone und mein Bauchgefühl hat mich aber dazu bewogen, doch noch eine weitere Erfahrung anzufügen.

Es hätte nun nämlich alles so schön sein können.

Doch mit einem einzigen Moment, der mein Leben total verändert hat, hat die Problematik nur Tage später eine ganz andere Dimension erreicht.

Nach einem seelischem Trauma und einen drauffolgenden „Hormonsturz“ stehe ich plötzlich wieder ganz am Anfang. Trotz Sport, Yoga und dem schon recht gut trainiertem Muskelbau. Ich finde deshalb die psychologische Seite dazu äußerst interessant.

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Der Unterleib streikt. Dahinter steht die Psyche, die schützt. Bedauerlicherweise kann man Gefühle nicht teilweise abschalten. Entweder man fühlt dort etwas oder nicht. Der Weg zurück ins Leben und Fühlen ist folglich ein schmerzhafter.

Das Zwerchfell als Kraftzentrum und Emotional- Speicher ist stark verbunden mit dem Beckenboden.

Sind diese Bewegungsmuster gestört”, z.B. durch Unfälle, Operationen, Stürze oder aber auch emotionale Schocks/ Traumen können die Organe verspannen/ verkleben oder sogar erstarren und dann ihrer physiologischen Bewegung nicht mehr nachkommen und Schmerzen verursachen.

Das Zwerchfell hat natürlich viel mit der Atmung zu tun – die wiederum folglich viel mit Emotionen. Vor allem können sich Ängste dort “festgesetzt” haben, Ängste, die nicht mehr nötig sind, weil die Situation längst vorbei ist – ein verspanntes Zwerchfell kann also Folge eines noch nicht gelösten Traumas sein. In Schrecken versetzt halten wir instinktiv den Atem an, und diese Reaktion ist geblieben, obwohl die Situation vorbei ist.

Einige interessante Zusammenhänge zu Zwerchfell, Atmung, Physis und Psyche habe ich gefunden, aber was nützt es mir, wenn ich den wichtigen Faktor Zeit nun mal nicht beeinflussen kann. Und es hilft nichts anderes als die Zeit, alles sonstige kann die Symptome einzig erklärbar machen und das Befinden behaglicher machen.

Mein Ziel ist es nun, neben Schmerzfreiheit und Wohlbefinden, den eigenen Körper wieder ganz wahrzunehmen, den eigenen Körper „zurückzuerobern“.

Hier ist neben dem Erhalt der Muskulatur durch sanftes Training (Anspannung!) und Ausgleich durch Entspannung!(Massage, Yoga, Schreiben, …)  einzig allein Geduld erforderlich.

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Falscher Ehrgeiz hemmt da jedoch, frau kann es nicht erzwingen und übertragen auf das Beckenbodentraining lässt sich nicht in Wochen aufholen was über Jahre/Jahrzehnte vergessen war. In der Trainingsmethodik im Sport (Beckenbodentraining ist ja auch Sport) gibt es die Logik der Zyklen, nennt sich Periodisierung. Wichtig auch da: Die Ruhephasen und die Pausen.
Das lässt sich auf das ganze Leben übertragen. Ein Leben, sozusagen ständig auf der Überholspur, ist nicht schaffbar.
Das wird nur kaum jemand gleich verinnerlichen können bzw. manch eine(r) nicht verstehen wollen.
Wichtig auch, sich auf die schönen Dinge im Leben zu konzentrieren. Dazu gehört bis zu einem gesunden Punkt auch Materialistisches. Dazu kann unter anderem sogar der Kauf einer schönen Steinkugel oder eines Vibrators aus einer „Edelschmiede“ gehören!

Tatsächlich ist es zum größten Teil die Zeit und das immer wieder Dranbleiben, das Lebenwollen, das Lebenannehmen, was im Vordergrund steht. Da mein Mann genauso von diesem Trauma betroffen ist, ist das zudem auch unser gemeinsamer Weg. Solche Erlebnisse können zusammenschweißen oder leider aber auch Paare trennen. Ein Jahr haben wir jetzt gemeinsam geschafft.

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Daisys

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2010 gab es in meinem Laufblog schon einen Eintrag über meiner Affinität zu Daisys. Man sieht: Auch in dem Blog zeigte sich schon ab und an mal meine Mädchenseite; sehr zart, aber vorhanden.

„Daisy“s

… begleiten mich schon sehr lange auf meinem Lebensweg.

„Daisy“

… Meine Lieblingsblumen! Schon als kleines Mädchen! Die Blume, die für mich der Inbegriff von Blume überhaupt ist, ist ein Korbblütler.

Ob nun groß, als Wiesen- Margerite oder klein,

als Gänseblümchen, alles mein.

„Daisy“

… hieß mein erster eigener Hund. Eine ganz pfiffige Mix- Dackeline.

Zum Namen kam dieser kleine Welpe durch meinen Bruder. Dieser, als junger Mann gerade in ein Mädel namens Desiree verschossen, rief den Hund vom ersten Tag an „Desi“.  Komischerweise kam bei allen anderen Namensvergabe- Versuchen keine rechte Reaktion vom Hund. Bei „Desi“ hoben sich die Öhrchen und die kleinen Augen blickten Dich erwartungsvoll an. Okay, so wurde aus Desi Daisy, so geschrieben gefiel mir der Name besser!

Daisy, das ist die Dackeline gewesen,

  • die gleich als achtwöchige Welpe mit in den Zelturlaub an die Ostsee durfte. Muss man sich wie folgt vorstellen: kleiner orangeroter VW- Käfer, Rücksitz vollbepackt bis Nackenstützenhöhe, Hundelaken obenauf, Daisy als thronende Prinzessin, über die ganze Fahrzeit  bis zur Ostsee beschäftigt mit der ersten Rinder- Beinscheibe ihres Lebens.
  • die Wasser nur aus Brackpfützen oder direkt aus dem laufenden Wasserhahn getrunken hat.
  • die für ein Gummibärchen über hohe Sofalehnen gehüpft ist und fast alles gegeben hat (Sitz und Platz mochte sie jedoch nieee verstehen, ein Hundeleben lebt sich aber auch ohne).
  • die anstatt Hundetrockenfutter lieber mein Müesli- Sorten zum Frühstück mochte.
  • die an den halbreifen Erdbeeren im Garten nur das Rote, Reife vongeknabbert hat und meine Schwiegermutter deshalb gedacht hat, es seien die Schnecken gewesen.
  • die dem Leopardenfell eines damaligen älteren Freundes (Deutsch- Südwestafrikaner) eine Pfote abgekaut hat. Den Leoparden hat dieser als ganz junger Bursche in den 50er Jahren in seiner Heimat erlegen dürfen. Ich habe die Pfote wieder annähen dürfen.
  • die einmal wegen einer Schnittwunde einen spektakulären Pfotenverband beim Tierarzt bekam und weil sie denn humpelte, getragen wurde. Später hat sie dann gern mal gehumpelt, einfach nur um getragen zu werden.
  • die den Trick mit dem Leberwurstbrot zum Medikamente verabreichen sofort durchschaut hatte und seitdem alle Leberwurstbrote mit stolzem Blick verschmähte.
  • die nachts heimlich ins Bett unter die Decke gekrochen ist, ohne dass Herrchen davon auch nur irgendetwas bemerkt hat.
  • die ganz versessen darauf war Katzen zu verjagen, was sie aber leider viel zu früh in den Hundehimmel gebracht hat.

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Um dem Mädchen- Blog- Klischee wirklich vollends gerecht zu werden:

Irgendwann, lange vor der ersten Spanienreise zu Lauffreunden, sprang mir beim Wartezimmer- Frauenzeitschrift- Lesen eine Werbung ins Auge.

„Merken!, ich suche doch schon seit langem nach etwas Neuem, nett Duftendem. Nicht vergessen!“

Ich habe es denn doch vergessen, aber im Frühjahr 2009, auf der Rückreise am Flughafen Barcelona fiel mir das plötzlich wieder ein! Also flugs nach Ausschau gehalten, geschnuppert!

„Daisy“

Mein Lieblings- Duft „Daisy“ von Marc Jacobs.

Der Duft, der Flakon, die Schachtel-  da stand einfach „Moni“ dran! Duty free ist seltenst preiswerter als anderswo. Egal, dieses Schächtelchen musste als Mitbringsel mit heim!

Mittlerweile tummeln sich drei verschiedene Daisy- Düfte in meinem Badezimmerregal. Dazu noch ein Marienkäfer namens „Dot“. Die Düfte von Marc Jacobs gefallen mir fast alle.

Und ach Du liebes Portemonnaie, jetzt gibt es noch einen neuen Marc Jacobs- Duft. „Honey“

Noch viel schlimmer: Nagellacke designed der Kerl neuerdings nun auch. Heißt doch ein Nude (meine derzeitigen Lieblingstöne) sogar „Daisy tinted pearl“. In Deutschland leider nicht erhältlich. Null chance. Glück gehabt…

Ich glaube, „Shopping in London“ bedarf irgendwann einer Wiederholung. Habe ich zudem danach eine schlummernde Vorliebe für englisches Porzellan entdeckt:

Portmeirion’s Crazy Daisy.

(pssst… gibt es auch über amazon.de). Steht auf der Wunschliste für Außergewöhnliches ganz oben.

Die Liebe zu den Daisys hat sich über die Zeit längst manifestiert.

Jedes Jahr immer wieder ein ganz beliebtes Foto-Objekt, oftmals Blog- Header, oft als Computer- Startbild, als mein Gravatar, als Laufsocken mit Daisy-Print (getragen bis zum Auseinanderfallen),…

Blogfotos-Seelenyoga-Daisy-1_Fotor_Collage2

Nur unser Auto, das heißt Molly. Das ist aber eine andere Geschichte.

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