Philosophisches

Blog Award- was mache ich nur damit?

indexDiese Frage haben sich schon viele Blogger gestellt und einige, wie ich, denen dieser Award schon mehrmals „angeboten“ wurde, finden diesen Award irgendwie „blöd“, nervend,…
Nun habe ich wieder diesen Schneeball gefangen und mache jetzt einfach mal einen etwas anderen Blogeintrag daraus. Weil mir die Person, die ihn mir angetragen hat am Herzen liegt und ich Lust habe, ihre Fragen zu beantworten, um mich auf diese Weise mal anders vorzustellen.

Gibt man „liebster Blog Award, Regeln, Ursprung“  in die Suchmaschine ein, so stößt man schnell auf einen Eintrag von Simone. Sie hat treffend Ihre Erfahrungen beschrieben. Erfahrungen, die ich auch schon gemacht hatte.
Die Erinnerungen an Kettenbriefe aus damaliger Schulzeit kommen unwillkürlich hoch. Ich, als eine stille, introvertierte Schülerin, bekam den Brief so mit den letzten; hatte dann natürlich arge Probleme, das Ding weiterzubekommen und war aber so pflichtbewusst, dass ich das unbedingt erledigt wissen wollte. Stress also, echte Kindersorgen! Hatte zur Folge, dass die Nummer nieeee aufging, ich nieeee Postkarten aus aller Herren Länder bekam, weil andere natürlich frech die Namensreihenfolge getauscht hatten.

Martin Feigenwinter schreibt eine überschlagene Berechnung dazu:

Ein Schneeball rollt

Der „Liebster Award“ wird im Netz heiss diskutiert. Er wird gehasst und geliebt. Angeblich hat ihn fast jeder. Aber warum? Ausser den 11 Frage die es zu beantworten gibt, sollte jeder Nominierte 11 weitere Blogger nominieren. Ich überlege … wenn das jeder konsequent durchzieht, kommt man in der fünften Runde bereits auf eine stattliche Zahl von rund 2 Mio. nominierten Blogs. Hmm … Da ist es wenig überraschend, dass sich die Begeisterung in Grenzen hält.

Ja, meine Begeisterung hält sich in Grenzen! Nur zu gut habe ich diese alten Kettenbriefe im Kopf, wo Du berechnet bekommst, dass Du dann rund 2 Mio. Grüße von anderen erhalten müsstest. Und eben nieeee bekommst. 😉
Wenn ich dazu noch bedenke,

  • wie sich die Bloggerszene verändert hat
  • es nun Blogs wie Sand am Meer gibt,
  • es umso schwerer ist, wirklich informative, schöne, nicht von „Sponsoren gekaufte“ Blogs zu finden
  • diese Awards aber kaum solche Blogs erfassen, da diese Blogger eben durch diese genervt sind
  • Der Liebster Award sollte dazu dienen, kleine Blogs bekannter zu machen. Bei der heutigen Informationsflut über soziale Netzwerke etc., die einen regelmäßig überrollen, geht das wohl mittlerweile in der großen Masse unter

Aber weiter im Text:

Wo steckt eigentlich der Ursprung dieser Blog Awards? Das habe ich mich nämlich als nächstes gefragt.
Alice Scheerer hat einen umfangreichen Blogeintrag dazu verfasst.
Ein Beitrag von Lorraine von Wordingwell, der auch auf die ursprünglichen Regeln/Leitfäden eingeht.

Hier ist der Liebster Blog Award Leitfaden, wie ich ihn weitergeben würde:
  • Danke der Person, die Dich nominiert hat und verlinke ihren/seinen Blog in Deinem Artikel.
  • Beantworte die 11 Fragen Deines Nominierenden.
  • Nominiere 3-11 neue Blogger mit weniger als 300 Followern auf ihrem Blog und informiere sie.
  • Überlege Dir 11 neue Fragen für die nominierten Blogger.
  • Füge die Regeln in Deinen „Liebster Award Post“.
  • Füge eins von den Liebster Award Logos ein.

Warum also die Lust, die Fragen doch beantworten zu wollen?
Ich mag das Magazin „Flow“.  Zu dem Abonnement gab es einen Abreißkalender.- „Jeden Tag eine neue Frage. Was soll das?“, habe ich mich gefragt. Aber für geschenkt?…

Für 2017 haben wir uns einen ganz besonderen Abreißkalender für dich ausgedacht. Er ist mit lauter Fragen gefüllt, die du dir selbst stellen kannst. Denn wir finden, eine gute Frage bringt einen wunderbar zum Nachdenken, erweitert den Horizont und hilft, die eigenen Gedanken zu ordnen. Hübsch in Szene gesetzt hat die Fragen die Illustratorin Milou Curvers.
Du wirst sehen: Manche sind ganz leicht zu beantworten, andere vielleicht eine kleine Herausforderung. Aber es kommt nicht darauf an, dass du gleich eine passende Antwort hast. Es geht einfach darum, immer weiter Fragen zu stellen. Denn es kann das Leben nur reicher machen, wenn man neugierig bleibt und nicht alles für gegeben ansieht. Und außerdem hilft es, jeden Tag ein bisschen mehr Spaß zu haben.

Ich muss zugeben, die haben recht. Es funktioniert tatsächlich!

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Nun aber endlich zu den Fragen, die ich von Yvonne bekommen habe:

  1. In welcher Stadt lebst du?
  2. Seit wann bist du Blogger?
  3. Was hat dich bewogen zu schreiben?
  4. Magst du lieber Zahlen oder Buchstaben?
  5. Was ist dein liebster Monat, um in den Urlaub zu fahren? Monat?
  6. Welches Ziel hast du derzeit?
  7. Worüber kannst du dich am meisten ärgern?
  8. Welchen Beruf wolltest du als Kind immer ausüben?
  9. Was ist dein größter Wunsch?
  10. Welchen Kinofilm hast du zuletzt gesehen?
  11. Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang?

Zu 1:
Ich lebe ganz in der Nähe eines der Mittelpunkte Deutschlands, dort wo Max und Moritz ihre Streiche ausgeheckt haben.

Zu 2:
Meinen ersten Eintrag in Fuchsspuren habe ich publiziert am: 15. Aug 2008 @ 14:05

Zu 3:
Die aufgeführten Punkte passen eher auf meine anderen Blogs. Obwohl die einen oder anderen spontanen Gedanken auch den Weg zu diesem Blog gefunden haben.

  • Ich reise immer gern einmal in Erinnerungen zurück, ohne den Sinn für die Gegenwart zu verlieren.
  • Ich brauche die Schreiberei, um meine Gedanken zu ordnen und um schöne Gedanken und schöne Fotos für mich festzuhalten.
  • Ich möchte anderen zeigen, dass es trotz Schatten auch immer Sonne im Herzen gibt.
  • Ich habe Spaß an dem Gestalten der Seiten, mag die Technik und deren Software, um dieses so facettenreich möglich zu machen.

Der Vergesslichkeit wegen hat dieser Blog zudem seinen Sinn, denn so muss ich nicht ständig nachzählen, wieviel Maschen und Reihen ich für diverse Socken gestrickt habe.

Zu 4:
Nicht Zahl, nicht Buchstabe! Ich liebe das Semikolon. Nicht Punkt, nicht Komma. Multifunktionell einsetzbar.

Das Semikolon kann – ebenso im Duden nachzulesen – zwischen gleichrangigen Sätzen oder Wortgruppen stehen, wo der Punkt zu stark, das Komma zu schwach trennen würde. Es kann auch verwendet werden, um zusammengehörige Gruppen in Aufzählungen zu markieren.

Das Semikolon ist recht frei einzusetzen; wer kommt schon auf die Idee, groß zu diskutieren, ob zwei Sätze eher durch Komma, Semikolon oder Punkt getrennt werden müssen? Der Autor wird schon wissen, wie stark oder schwach er zwei Wortgruppen trennen will.

Zu 5:
Es gibt zwei Lieblingsmonate:

  • März: Ideal fürs Skifahren. Nicht zu kalt, schon viele Tageslichtstunden, teils mit Frühlingssonne, aber noch schöner Schnee
  • August: Ideal fürs Bergsteigen und Hochtourengehen. Das Wetter ist recht beständig, der Schnee ist gut gesetzt (Lawinengefahr geringer), die Nächte nicht allzu kalt

Zu 6:
Die Wertigkeit von Zielen hat sich seit dem tödlichen Unfall meines Sohnes für mich stark verändert. Großes Ziel ist weiterhin, immer wieder neu Freude am Leben zu finden, sie zu erhalten. Vor einiger Zeit habe ich auf meinem anderen Blog ein bisschen über Ziele geschrieben und auch diesem Blog ein bisschen Leben Je veux! eingehaucht. Dann gibt es natürlich mehr oder minder große Gipfel, die ich noch besteigen möchte, um dieses Gefühl, was ich hier beschrieben habe, wieder und wieder erleben zu können. Diese Nähe zum Himmel ist unbeschreiblich.

Zu 7:
Unehrlichkeit

Zu 8:
Ärztin

Zu 9:
Gesundheit. Die Bedeutung derer ist mir stets präsent.

Zu 10:
Kino ist nichts für mich. An den letzten Film kann ich mich gar nicht erinnern. Es könnte „Und dann kam Polly“ mit Jennifer Aniston gewesen sein. Also 2004.

Zu 11:
Sonnenaufgang. Sonnenaufgang in den Bergen ist gigantisch. Hat so viel Positives und Kraft. Sonnenuntergang hat für mich zu viel Wehmütiges.

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Jetzt zum schwierigsten Teil der Aktion:
Nein, ich werde niemand benennen. Das liegt mir einfach nicht. Und ich mag mich damit auch nicht stressen.
Wer jedoch den Award auf andere Weise mitmachen möchte, der hinterlasse mir den Wunsch in einen Kommentar und ich stelle dem 11 wahllos ausgesuchte Fragen aus meinem Flow Kalender.

Je veux!

Wenn die Tage wieder länger werden, die Sonne mehr scheint, bekomme ich Sehnsucht nach Himmel, nach den Schweizer Bergen und besinne mich, wie lebensbejahend ein solch schöner Gedanke ist;

an meine liebe Bergfreundin

sowie an meinen Berg

 

Je Veux!

Schade, dass es die komplette Dokumentation, die dazu auf arte gesendet wurde, in keiner Mediathek mehr zu sehen gibt. Gefunden am 16.0.2017:

Zaz – Mont Blanc documentary and performance from Michel GUILLERM on Vimeo.

Ich finde die Aktion genial, finde so viel in diesem kurzem Video, ihre Musik mag ich zudem sehr gern. Schlichtweg, es passt zu mir.
Allein dieses Cello den Berg hochzubringen und dann dort oben bei fast 5000 Metern noch Stimme und Atem zu haben, um zu singen… Toll! – Dem Himmel so nah. Lebensbejahend eben.

„Man kann nicht bergauf kommen, ohne bergan zu gehen. Und obwohl Steigen beschwerlich ist, so kommt man doch dem Gipfel immer näher, und mit jedem Schritt wird die Aussicht umher freier und schöner! Und oben ist oben!“
Matthias Claudius
Vor etwas längerem dazu gefunden:

Der Flieger steigt, die Tränen fallen

Warum wird man im Flugzeug von Gefühlen überwältigt?

Mir geht es tatsächlich so wie in dem Artikel beschrieben. Wobei ich keine Angst um meine eigene Person habe. Es sind einfach diese vielen Gefühle und Eindrücke, die sich ballen und entladen. Es ist so schön dort oben.

  • Ob die Alpen von oben, London von oben, oder einfach nur über den Wolken. Ich kann das auch.
  • Ob im Auto allein. Da sowieso, da mich da viele schöne Gedanken an die Vergangenheit einholen. Gedanken an die alltäglichen gemeinsamen Fahrten zur Schule, Arbeit, besondere Urlaubsreisen und -erlebnisse.
  • Ob beim Laufen. Da wiederum ist es so intensiv, dass ich aufgrund der Verknüpfung mit unserem Schicksalstag erst jetzt nach fast vier Jahren ab und an mal Kraft habe, dass überhaupt durchzustehen und wirklich zu genießen. Mit iPod läuft es jedenfalls schon mal besser.

Je Veux!

Ab und an ist es nötig, sich dieses wieder bewusster in seine Gedanken zu holen. Immer wieder aufs Neue. Für dieses schöne intensiv warme Gefühl.

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Einen Tag nach Veröffentlichung: Der kleine Yogi im Facebook

Ich liebe diesen kleinen Kerl und es passt so unheimlich oft!

© Der kleine Yogi

Philosophie einer Lieblingsserie und die Folgen

Mein Mann und ich, wir haben eine Lieblingssendung, die uns über die letzten Jahre wirklich viel Kurzweil und Ablenkung beschert hat und auch noch tut. Ich kann die Staffeln x-mal hintereinander immer wieder schauen, und entdecke immer wieder neue Schmunzler.

Neulich dazu sogar ein Buch entdeckt: „The Big Bang Theory und die Philosophie- Stein, Papier, Schere, Aristoteles, Locke“

Eine nette Rezension mit Link zur Leseprobe findet sich im „FAZ- Lesesaal“

Mittlerweile habe ich es gelesen und sehe nun manche Folge mit noch wacheren Augen. Sheldons Charakter ist schon sehr speziell; man mag ihn oder man schaltet sofort ab. „Charakterneurosen“ beschreibt es hier. Für die absoluten Fans gibt es eine nette Fan- Seite.

Mit dem Asperger- Syndrom hatte ich mich vor drei Jahren schon einmal intensiver beschäftigt, da meine, jetzt ehemalige Kollegin, die mich derzeit in die Bedienung der Elektronenmikroskope eingewiesen hat, Asperger- Symptome zeigte. Das halbe Jahr mit ihr zusammen war anstrengend. Nach ein paar Wochen Zusammenarbeit ist mir überhaupt erst ein Licht aufgegangen, dass es Asperger sein könnte. Ich musste sogar nachlesen, ob es Asperger bei Mädchen überhaupt gibt. Tut es, allerdings zeigt es sich durch den Mädchencharakter etwas anders. Mit diesem Wissen konnte ich, selber emotional gerade stark belastet, dann die nötige Geduld aufbringen, um die letzten Wochen mit ihr noch gut zu überstehen. Ich  hatte mich nicht getraut sie daraufhin anzusprechen, so gut kannten wir uns nicht, aber ich hatte die ganz starke Vermutung, dass sie, wie auch ihre Eltern, noch nie etwas vom Asperger gehört haben. Die Tochter, immer wohl behütet, alles ganz normal und doch so anders.

In dem oben erwähnten Buch wird auch auf das Asperger- Syndrom eingegangen. In diesem Sinn also auch informativ. Was mich an dem Buch noch mehr festhielt, war die Überleitung von der Physik zur Philosophie, inklusive der alten Griechen. Ich habe nämlich einen Hang zum Philosophischen sowie zum Psychologischem.

Wer der Serie kennt, dem schießt dabei wahrscheinlich sofort die Folge „Das Gorilla- Projekt“ ins Hirn, wo Sheldon versucht Penny die Physik zu erklären. „Es ist ein warmer Sommertag…“ “ It’s a warm summer evening, circa 600 BC, you’ve finished your shopping at the local market, or agora, and you look up at the night sky. There you notice some of the stars seem to move, so you name them planetes, or wanderer.“… „it’s a warm summer evening in ancient Greece…“

Spontan- Reaktion meines Mannes: „Die Streifen vom Shirt gefallen mir. In den Farben wünsche ich mir Socken.“

Ein paar Tage später dann die Folge mit Monte, dem Kampfroboter. Und ach, was sehen wir: Das besagte T-Shirt! 😀

image

Auch im „Doppeldate“ in Staffel 3:

 

 

Sheldons Socken Meisenfarben-1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gedanken an Dich!

Mathis

Mathis

Gedanken an Dich!


die Augen schließend
deine Berührung fühlend
und dein Lächeln sehend
dachte ich an Dich
von Dir träumend
Deine Hand haltend
und Dich fest an mich drückend
dachte ich an Dich
Deine Gedanken wissend
Deine Ängste kennend
und Deine Wünsche erfüllend
dachte ich an Dich
Deine Träume träumend
Deine Liebe erkennend
und Deine Sehnsucht spürend
dachte ich an Dich
doch die Wahrheit sehend
Dich liebend
den Schmerz fühlend
und Dich vermissend
Denke ich an Dich

(Zitat: sweet silence- Kreativ Forum)

 

Das Leben üben

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Sowieso eine empfehlenswerte, sehr interessante Webseite und aktuell im Facebook wieder hervorgeholt nun dieser Artikel:

„Das Leben üben: Mir fallen ständig die Maschen von den Nadeln“

Jahresrückblicke, Neujahrsvorsätze… mag ich alles nicht! Aber ein bisschen Zitiertes hier festhalten, weil es gerade so gut passt:

… Stricken, aber auch Arbeiten im Garten, Malen, genauso dieser Artikel, den ich im Moment schreibe, all das sind kleine Übungen für die großen Momente, die nicht nach Plan laufen. Wie oft ärgere ich mich über darüber, dass ich kein passendes Wort für meine Beschreibung finde, oder dass ich beim Malen keine Geduld aufbringen kann und eben auch, dass mir ständig die Maschen von der Nadel fallen. Und bei jedem Aufwallen von Frustration merke ich, dass mir das gar nichts nützt, denn davon wird der Artikel nicht fertig, das Bild nicht fertig und meine Socken kann ich im nächsten Jahr noch nicht anziehen.

Ich erlebe aber auch das Gefühl der Freude, wenn einige Wörter einen wunderbaren Satz ergeben, erkenne Fortschritte, nach dem Üben und erlebe in meiner Tätigkeit Grenzen, Hoffnung und Willensanstrengung. Und genau deshalb, weil diese Phasen der Handarbeit immer wieder jeden Tag auftauchen können, sind es die besten Übungsplätze fürs Leben. Dazu braucht es keinen „Wie-lerne-ich-mich-selbst-kennen-Kurs“! Die Selbsterfahrung kommt dann von ganz alleine. …

Ich wünsche uns allen, egal ob Jahresanfang, -ende, Sommer oder Winter, Tag oder Nacht,… diese dafür nötige Achtsamkeit und Kraft.